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Zitate und Aphorismen

Die Erfahrung schafft die Grundsätze ... die Grundsätze gehen niemals der Erfahrung voraus.
Antoine de Saint-Exupery

Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeug zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.
Antoine de Saint-Exupery

Man entdeckt keine neuen Kontinente ohne den Mut zu haben, die Küste aus den Augen zu verlieren.
André Gide

Niemand ist zufällig gut, die Tugend muss man lernen.
Seneca

In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.
Pater Augustinus

Nur der Ausdruck verleiht den Dingen Wirklichkeit.
Oscar Wilde

Blick aufs Ziel ist halber Weg, aber kein Weg kann führen.
Rainer Maria Rilke

Gib einem Mann einen Fisch, und Du ernährst ihn für einen Tag. Lehre ihn das Fischen, und Du ernährst ihn für sein ganzes Leben.
aus China

Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.
Gustav Mahler

Über die Kunst

Aufgabe der Kunst ist es, dem Leben eine Form zu geben.
Jean Anouilh

Lied und Gedicht und Bild sind anders als die anderen Dinge... Sie sind nicht. Sie werden jedes mal wieder.
Rainer Maria Rilke

Alle Kunst gefällt nur, wenn sie die den Charakter der Leichtigkeit hat. Sie muss wie improvisiert erscheinen.
Johann Wolfgang von Goethe

Für gute Schauspieler gibt es keine schlechten Rollen.
Honoré de Balzac

In den meisten Bühnenstücken fußt der Dialog auf der falschen Annahme, dass die Menschen einander ausreden lassen. Wo gibt es das im Leben?
Alfred Polgar

Ich glaube an die Unsterblichkeit des Theaters. Es ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.
Max Reinhardt

Die einzigen ehrlichen Heuchler sind die Schauspieler.
William Hazlitt

Auch die Bretter, die die Welt bedeuten, haben Nägel.
Hans-Horst Skupy

Schauspielerei ist die Kunst, das Publikum am Husten zu hindern.
Ralph Richardson

Vitam brevem esse, longam artem. (Das Leben ist kurz, lang die Kunst.)
Hippokrates

Der Schauspieler ist von der unbändigen Lust getrieben, sich unaufhörlich in andere Menschen zu verwandeln, um in den anderen am Ende sich selbst zu entdecken.
Max Reinhardt

Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet.
David Hume

The technique of any art is sometimes apt to dampen, as it were, the spark of inspiration in a mediocre artist; but the same technique in the hands of a master can fan that spark into an unquenchable flame.
Josif Jasser

Die Seele verlangt, beim Körper zu verbleiben, weil sie ohne die organischen Werkzeuge dieses Körpers nichts zu wirken, noch zu fühlen vermag.
Leonardo Da Vinci

Ein Kollektiv, das auf dem Wunsch seiner Mitglieder nach gemeinschaftlicher Arbeit gründet, steigert die Schöpferkraft der Individualität; wenn ein Kollektiv aber unter Zwang zusammenkommt, schwächt es die Individualität, beraubt es seiner Originalität und verleiht seinem Hamdeln nach und nach etwas Mechanisches.
Michail A. Cechov

Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
Johann Wolfgang von Goethe

Nur der Boden erkennt die Güte der Saat.
Antoine de Saint-Exupéry

Wenn dir etwas widerstrebt und dich peinigt, so laß es wachsen; es bedeutet, daß du Wurzeln schlägst und dich wandelst. Dein Leid bringt Segen, wenn es dir zur Geburt deiner selbst verhilft, denn keine Wahrheit offenbart sich dem Augenschein und läßt sich dadurch erlangen.
Antoine de Saint-Exupéry

Kann man Kunst überhaupt lernen?

I learned one thing; you never do anything for fame or money. You only do things 'cause they're fun or good. If you can combine the two at the same time, you can make a contribution to the world and have a lot of happiness.
Abbie Hoffman

There are two ends of the pole of silence. There is a dead silence, the silence of the dead, which doesn’t help any of us, and there is the other silence, which is the supreme moment of communication – the moment when people normally divided from another by every sort of natural human barrier suddenly find themselves truly together. In between the two silences are the areas where all the questions arise.
Peter Brook

Will ein Schauspieler die Technik seiner Kunst erlernen, muss er eine langwierige und schwere Arbeit auf sich nehmen; der Lohn dafür wird sein: die Begegnung mit der eigenen Individualität und das Recht auf Inspiration bei seinem Tun.
Michail A. Cechov

Man spiele von der Seele her, mit dem Körper geizend.
Seami Motokiyo

Es fängt nicht mit dem Lernen des Textes an. Es fängt damit an, sich in der Rolle vollständig unterzuordnen, sich in den Typ mit aller Intensität hineinzudenken.
Heinz Rühmann

Die Gesetze der Kunst sind genau bestimmt. Doch um zu ihrer Verwirklichung zu gelangen, wandelt sie der Künstler durch seine Phantasie in solche Schönheit, dass sie für uns zu Ausnahmen werden. Technik ist Persönlichkeit. Darum kann sie der Künstler nicht lehren und der Schüler nicht lernen.
Oscar Wilde

Die Ausübung der Kunst erfordert gewisse allgemeine Dinge, in erster Linie erfordert sie Disziplin. Man wird nie etwas erreichen, wenn man dabei nicht diszipliniert ist; wenn man etwas nur dann tut, sobald man "in Stimmung" ist, kann es zu einem netten oder amüsanten Steckenpferd werden - aber niemals wird man es zur Meisterschaft bringen. Ohne Disziplin bleibt man Amateur.
Eine notwendige Bedingung für die Beherrschung der Kunst ist die Konzentration. Jeder, der einmal versucht hat, eine Kunst zu erlernen, weiß es.
Der weiterer Faktor ist Geduld. Wenn man möglichst schnell ein Resultat erzielen will, lernt man niemals eine Kunst.
Schließlich ist die Bedingung zur Erlernung einer Kunst das unbedingte Interesse an der Beherrschung dieser Kunst. Wenn eine Kunst nicht von höchster Bedeutung ist, wird der Lehrling sie niemals erlernen. Bestenfalls wird er ein guter Dilettant bleiben, aber ein Meister wird er nicht.
Im Hinblick auf die allgemeinen Bedingungen für die Erlernung einer Kunst muss noch ein weiterer Punkt erwähnt werden. Man fängt niemals an, eine Kunst unmittelbar zu erlernen, sondern beginnt sozusagen immer indirekt. Zuerst muss man viele andere und oft mit der Kunst scheinbar nicht zusammenhängende Dinge lernen, bevor man mit der eigentlichen Kunst anfängt. Der Tischlerlehrling beginnt damit, hobeln zu lernen; der Schauspielschüler beginnt mit Atemübungen.
Wenn man es in dieser Kunst zur Meisterschaft bringen will, muss man ihr sein ganzes Leben widmen. Die eigene Person wird zum Instrument in der Ausübung dieser Kunst.
Erich Fromm

"Über die Kunst" in pdf:

St.Adler: The Art of Acting
C.Goetz: Dramatischer Unterricht
J.W.v.Goethe: Regeln für Schauspieler

Der Theater Aberglaube

 
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