Schauspielerin oder Schauspieler: Das klingt für viele nach Bühne, Kamera und Rampenlicht. Wer eine fundierte Schauspielausbildung absolviert, hat aber weit mehr Möglichkeiten als die bekannten Rollen in Theater, Film oder Fernsehen.
Die Karrierewege nach der Ausbildung sind heute so vielfältig wie das Berufsfeld selbst: von klassischen Bühnenengagements über digitale Medienformate bis zur kreativen Bildungsarbeit. Viele Absolventinnen und Absolventen der Schauspielschule Krauss haben sich erfolgreich im Beruf etabliert. Manche spezialisieren sich auf ein künstlerisches Arbeitsfeld, die meisten verbinden mehrere Tätigkeiten miteinander.
Schauspiel ist mehr als ein Beruf
Schauspiel ist mehr als ein Job. Es ist ein Handwerk, eine kreative Ausdrucksform und oft auch eine Schule für Präsenz, Empathie und Wahrnehmung.
Deshalb ist Schauspiel längst nicht auf ein paar naheliegende Berufswege beschränkt. Gut ausgebildete Schauspielerinnen und Schauspieler sind in vielen kreativen, kommunikativen und pädagogischen Bereichen gefragt. Ihr handwerkliches Können eröffnet ihnen weit mehr Möglichkeiten, als viele vermuten.
Vielseitigkeit ist der Normalfall, nicht die Ausnahme
Die meisten unserer Absolventinnen und Absolventen arbeiten in mehreren Bereichen parallel, spezialisieren sich mit der Zeit oder entwickeln im Verlauf ihrer Karriere ein eigenes künstlerisches Profil. Das ist kein Ausnahmefall, sondern längst die Regel.
Besonders breit aufgestellte Persönlichkeiten aus unserem Kreis der Absolventinnen und Absolventen sind zum Beispiel:
Karlheinz Böhm: Schauspieler von Weltruhm mit internationaler Filmkarriere, Theaterengagements, bedeutenden Hörbuch- und Rezitationsprojekten sowie humanitärer Arbeit.
Oskar Werner: gefeierter Burgtheaterschauspieler, oscarnominierter Filmschauspieler, Rezitator und Hörspielstimme mit unverwechselbarem Ausdruck.
Adele Neuhauser: präsent in Theater, Film, Fernsehen, Hörspiel, Synchron und Lesungen, bekannt vor allem als „Tatort“-Kommissarin.
Peter Matić: jahrzehntelang Ensemblemitglied am Burgtheater, gefeierte Synchronstimme, etwa von Ben Kingsley, preisgekrönter Hörbuchinterpret.
Erni Mangold: große Theaterpersönlichkeit, Filmschauspielerin, Regisseurin und Professorin für Schauspiel, aktiv über acht Jahrzehnte.
Manuel Rubey: Kabarettist, Schauspieler in Film und Fernsehen, Musiker, Buchautor, Sprecher.
Ulrike Beimpold: Schauspielerin, Synchronsprecherin, Hörbuchsprecherin und Lehrende, bekannt beispielsweise aus „Ein Schweinchen namens Babe“ und an renommierten Häusern.
Krista Stadler: seit Jahrzehnten auf Theaterbühnen und im Fernsehen präsent, vielseitig auch in Hörfunk und Literaturformaten tätig.
Barbara Wussow: Bühne, Film, Fernsehen, Synchron und Werbung, seit den 1980er-Jahren eine feste Größe.
Regina Fritsch: Burgtheater-Ensemblemitglied, vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem Alma-Seidler-Ring und dem Nestroy, Lehrende am Max-Reinhardt-Seminar.
Diese Vielseitigkeit ist kein Zufall, sondern fester Bestandteil des Ausbildungskonzepts der Schauspielschule Krauss. Die Verbindung aus handwerklicher Tiefe, persönlicher Förderung und methodischer Breite gibt unseren Studierenden das Rüstzeug, sich in unterschiedlichsten Berufsfeldern professionell zu bewegen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Wie die Schauspielausbildung den Berufseinstieg vorbereitet
Die Ausbildung an einer Universität oder einer staatlich anerkannten Schauspielschule wie der Schauspielschule Krauss ist in erster Linie auf die Bühne ausgerichtet. Ziel ist es, darstellerisches Handwerk auf professionellem Niveau zu erlernen, mit Fokus auf Sprache, Körper, Stimme, Rollenarbeit und szenisches Spiel.
Diese Grundlagen sind für das klassische Theaterspiel unerlässlich und bilden zugleich das Fundament für zahlreiche weitere künstlerische Berufsfelder.
Ob vor der Kamera, am Mikrofon oder im Unterrichtsraum: Wer präzise, glaubwürdig und lebendig agieren will, braucht handwerkliches Können. Deshalb vermittelt die Ausbildung eine breite Palette an Fähigkeiten, die sich in vielen Kontexten einsetzen lässt.
In manchen Bereichen, etwa Filmschauspiel, Mikrofonsprechen oder Kabarett, entstehen Spezialisierungen bereits im Laufe der Ausbildung. Andere Tätigkeitsfelder setzen zusätzliche Ausbildungen, Weiterbildungen oder spezifisches Fachwissen voraus, etwa in Regie, Dramaturgie, Theaterpädagogik oder Musical.
Die folgenden Abschnitte zeigen dir 25 konkrete Karrierewege nach der Schauspielausbildung und welche individuellen Schritte je nach Spezialisierung sinnvoll sind.
- Klassische Schauspielberufe
- Stimme, Sprache & Audio
- Schauspiel als Beruf mit Bildungsauftrag
- Kreative Zusatzwege im künstlerischen Bereich
- Live- und Event-Formate
- Spezialisierte Berufsfelder
Klassische Schauspielberufe
Diese Berufsfelder stehen im Zentrum einer Schauspielausbildung. Sie verbinden darstellerisches Handwerk mit künstlerischer Ausdruckskraft und bilden das Fundament für viele weitere Spezialisierungen.
Theater, Film und Fernsehen sind die bekanntesten Berufsfelder für Schauspielerinnen und Schauspieler und stehen im Mittelpunkt jeder professionellen Ausbildung.
Diese Tätigkeiten verlangen höchste darstellerische Präzision und Ausdruckskraft. Im Zentrum stehen szenisches Spiel, Rollenentwicklung, Sprachgestaltung und Bühnenpräsenz, Fähigkeiten, die auch weit über das Theater hinaus gebraucht werden.
Ob Repertoiretheater, Kinoproduktion oder Streaming-Serie: Diese Felder bilden für viele den beruflichen Ausgangspunkt und oft auch das Herzstück ihrer künstlerischen Laufbahn.
Theaterschauspielerin / Theaterschauspieler
Darstellende Tätigkeit auf Bühnen im Repertoire- oder Projektbetrieb.
Theaterschauspielerinnen und Theaterschauspieler gestalten Figuren für die Bühne, oft über Monate oder sogar Jahre hinweg. In intensiven Probenphasen unter Leitung einer Regie wird eine Rolle von Grund auf erarbeitet: körperlich, stimmlich, emotional. Dabei geht es um Interpretation ebenso wie um Präzision: Jede Bewegung, jede Betonung wird erarbeitet und fein abgestimmt.
Nach der Premiere beginnt die eigentliche Kontinuität der Arbeit: Eine Vorstellung wird oft viele Male wiederholt und bleibt dabei doch immer lebendig. Die Herausforderung liegt darin, die Figur jedes Mal neu zu beleben, präsent zu sein, auf Mitspielende und Publikum einzugehen, auch bei Müdigkeit oder anderen äußeren Einflüssen.
Im Repertoirebetrieb großer Häuser wechseln Schauspielerinnen und Schauspieler häufig zwischen mehreren Produktionen. Im freien Theater entstehen viele Arbeiten als Einzelprojekte. Beide Formen verlangen Flexibilität, hohe Konzentration und stabile Bühnenpräsenz.
▪ Theaterschauspiel verlangt Ausdauer, Wiederholungsfähigkeit und die Kunst, lebendige Wahrheit immer wieder neu zu erschaffen, im direkten Kontakt mit dem Publikum.
Viele Absolventinnen und Absolventen der Schauspielschule Krauss waren oder sind an großen Bühnen des deutschsprachigen Raums engagiert: am Burgtheater etwa Karlheinz Böhm, Oskar Werner, Peter Matić und Regina Fritsch, am Theater in der Josefstadt Erni Mangold, Krista Stadler und Barbara Wussow, am Volkstheater Wien Karlheinz Hackl und Ludwig Hirsch. Auch am Theater der Jugend sind Absolventinnen und Absolventen der Schauspielschule Krauss regelmäßig engagiert, darunter Sophie Aujesky und Jakob Pinter. Hinzu kommen zahlreiche weitere Absolventinnen und Absolventen, die an Theatern im gesamten deutschsprachigen Raum beruflich aktiv sind.
Filmschauspielerin / Filmschauspieler
Darstellung von Rollen in Spiel- oder Kurzfilmen für Kino oder Streaming-Plattformen.
Filmschauspielerinnen und Filmschauspieler arbeiten szenenweise und meist nicht chronologisch. Jede Einstellung wird mehrfach aufgenommen, oft aus verschiedenen Perspektiven und unter präzisen technischen Vorgaben. Die schauspielerische Leistung muss auch über längere Drehpausen hinweg punktgenau abrufbar sein. Gefragt ist ein sensibles, zurückgenommenes Spiel, das selbst feinste emotionale Regungen spürbar macht.
Die Arbeit entsteht im Zusammenspiel mit Regie, Kamera, Ton und Maske und erfordert ein genaues Gespür für filmisches Erzählen.
▪ Filmschauspiel lebt von Präzision, emotionaler Feinabstimmung und der Fähigkeit, unter wechselnden Bedingungen glaubwürdig präsent zu sein.
Zu den Absolventinnen und Absolventen, die im Kino- und Streamingbereich erfolgreich sind, zählen beispielsweise Adele Neuhauser, Georg Friedrich, Erwin Leder und Manuel Rubey, ebenso wie Karlheinz Böhm, Erni Mangold, Krista Stadler, Peter Matić, Oskar Werner und Barbara Wussow. Daneben sind zahlreiche weitere Absolventinnen und Absolventen in Kino- und Streamingproduktionen im In- und Ausland tätig.
Fernsehschauspielerin / Fernsehschauspieler
Mitwirkung in Fernsehformaten wie Serien, Fernsehfilmen oder tagesaktuellen Produktionen.
Der Beruf ist gekennzeichnet durch straffe Produktionsrhythmen und kurze Vorbereitungszeiten. Drehbücher werden häufig kurzfristig zur Verfügung gestellt, Proben entfallen oft zugunsten eines direkten Einstiegs in die Dreharbeiten. Schauspielerinnen und Schauspieler müssen ihre Rollen kontinuierlich weiterentwickeln und gleichzeitig in wechselnden Teams professionell funktionieren. Besonders in Serienproduktionen ist die Kontinuität der Figurenzeichnung über einen längeren Zeitraum von zentraler Bedeutung.
▪ Fernsehschauspiel verlangt Belastbarkeit, Textsicherheit und ausgeprägte Professionalität im Umgang mit sich ständig verändernden Arbeitsprozessen.
Auch im Fernsehen sind viele Absolventinnen und Absolventen der Schauspielschule Krauss präsent, darunter Adele Neuhauser, Karlheinz Böhm, Peter Matić, Georg Friedrich und Manuel Rubey. Zahlreiche weitere Absolventinnen und Absolventen sind kontinuierlich in Fernsehformaten im deutschsprachigen Raum tätig.
Werbeschauspielerin / Werbeschauspieler
Darstellung von Rollen in audiovisuellen Werbeformaten für Fernsehen, Internet und Radio.
Werbeschauspielerinnen und Werbeschauspieler verkörpern klar definierte Charaktere oder Typen in meist kurzen, prägnanten Szenen. Die Wirkung muss unmittelbar sein, oft mit wenigen Worten oder ausschließlich durch Mimik, Gestik und Körpersprache. Gedreht wird in engem Zeitrahmen, häufig mit hoher Wiederholungsrate derselben Szene. Die Herausforderung liegt darin, innerhalb kürzester Zeit Aufmerksamkeit zu erzeugen und einprägsam zu wirken, ohne an Authentizität zu verlieren.
Werbung ist heute ganz normal
In den 1990er-Jahren galt Werbung für Schauspielerinnen und Schauspieler in Österreich noch als verpönt: Man fürchtete, nur noch mit dem beworbenen Produkt identifiziert zu werden. Heute ist das anders. Werbespots, Testimonial-Kampagnen und Voiceover sind ein etabliertes Berufsfeld. Sie bieten Sichtbarkeit, Reichweite und finanzielle Sicherheit und gehören längst zum Berufsalltag vieler Schauspielerinnen und Schauspieler.
▪ Werbeschauspiel setzt Präsenz, Wandlungsfähigkeit und ein feines Gespür für Wirkung im medienwirksamen Kontext voraus.
Zu den Absolventinnen und Absolventen, die regelmäßig in Werbeproduktionen mitwirken, zählen Adele Neuhauser, Manuel Rubey und Valerie Huber, sowie zahlreiche weitere.
Stimme, Sprache & Audio
Diese Berufsfelder richten sich an darstellerisch geschulte Personen mit besonderem stimmlichem Ausdrucksvermögen. Viele Schauspielerinnen und Schauspieler entdecken hier zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten, unabhängig von Bühne oder Kamera.
Synchronsprecherin / Synchronsprecher
Vertonung fremdsprachiger Film-, Fernseh- und Animationsproduktionen im Tonstudio.
Synchronsprecherinnen und Synchronsprecher übertragen Texte und passen dabei Emotion, Rhythmus und Lippenbewegungen präzise an die Originalaufnahmen an. Neben stimmlicher Ausdruckskraft sind feines Rhythmusgefühl, Textsicherheit und höchste Konzentration gefragt. Durch die wachsende Nachfrage auf Streaming-Plattformen ist der Markt für professionelle Synchronschauspielerinnen und Synchronschauspieler in den letzten Jahren stark gewachsen. Die meisten arbeiten freiberuflich.
Eine fundierte Schauspielausbildung bildet die ideale Grundlage, denn eine gesetzlich geregelte Synchronausbildung gibt es in Österreich nicht.
▪ Synchronschauspiel braucht sprachliche Präzision, Timing und die Fähigkeit, Emotionen stimmlich authentisch zu transportieren.
Sprecherin / Sprecher für Hörspiel und Hörbuch
Darstellung von Rollen oder Erzähltexten im rein auditiven Format.
Die Stimme ist hier das einzige Ausdrucksmittel, ohne visuelle Unterstützung. Die Darstellung muss allein über Klangfarbe, Artikulation, Tempo und Interpretation erfahrbar werden. Häufig wechseln sich erzählende und dialogische Passagen ab, was ein hohes Maß an Differenzierungsfähigkeit verlangt.
▪ Diese Tätigkeit verlangt Sensibilität im Umgang mit Sprache, dramaturgisches Verständnis und stimmliche Variabilität.
Sprecherin / Sprecher für Imagefilme, Tutorials und E-Learning
Professionelle Sprachaufnahmen für Unternehmen, Bildungsformate und digitale Medien.
Sprecherinnen und Sprecher in diesem Bereich vertonen Inhalte, die informativ, erklärend oder werbend sind, etwa Imagefilme, Produktpräsentationen, Erklärvideos oder Lernmodule. Die Herausforderung liegt darin, Texte so einzusprechen, dass sie verständlich, klar strukturiert und zugleich lebendig wirken. Die eigene Stimme wird dabei zum Träger von Haltung und Information, ohne überzeichnet zu klingen. Oft entstehen die Aufnahmen im Tonstudio auf Zuruf des Produktionsteams, mit engem Timing und klaren Vorgaben. Schauspielerische Erfahrung hilft, auch scheinbar sachliche Inhalte mit Präsenz und Substanz zu vermitteln.
▪ Diese Tätigkeit setzt Textgefühl, stimmliche Genauigkeit, technisches Verständnis und die Fähigkeit, Inhalte strukturiert und ansprechend auf den Punkt zu bringen, voraus.
Souffleur und Souffleuse
Textliche Unterstützung von Schauspielerinnen und Schauspielern während Theateraufführungen.
Souffleure und Souffleusen begleiten eine Inszenierung vom Probenbeginn bis zur letzten Vorstellung. Während der Proben unterstützen sie mit Textkenntnis und Eingreifbereitschaft, im laufenden Spiel flüstern sie bei Texthängern unauffällig Hilfestellungen, traditionell aus dem Souffleurkasten, heute oft über Mikrofontechnik. Ihre Arbeit erfordert absolute Textsicherheit, Kenntnis der Inszenierung, hohe Konzentration und ein gutes Ohr für Sprache, Rhythmus und Timing. Sie bleiben im Hintergrund und sind doch unverzichtbar für den reibungslosen Ablauf einer Vorstellung.
▪ Dieser Beruf braucht Genauigkeit, unaufdringliche Präsenz, Souveränität in Stresssituationen und ein tiefes Verständnis für Sprache und Bühnendynamik.
In der Synchronisation hat etwa Ulrike Beimpold der kleinen Filmheldin in „Ein Schweinchen namens Babe“ ihre Stimme geliehen, während Peter Matić über Jahrzehnte als deutsche Stimme von Ben Kingsley bekannt ist. Auch im Hörbuch- und Hörspielbereich sind viele Absolventinnen und Absolventen aktiv, darunter Karlheinz Böhm, Erni Mangold, Adele Neuhauser, Oskar Werner und Barbara Wussow, ebenso wie Ludwig Hirsch und Manuel Rubey. Karlheinz Böhm, Karlheinz Hackl, Ludwig Hirsch und Oskar Werner zählen zudem zu den Absolventinnen und Absolventen mit eigenen Rezitationsprojekten. Hinzu kommen zahlreiche weitere Absolventinnen und Absolventen, die in diesem Bereich aktiv sind.
Schauspiel als Beruf mit Bildungsauftrag
In diesen Berufsfeldern steht nicht die eigene Darstellung im Mittelpunkt, sondern die Vermittlung von darstellerischen Fähigkeiten und Ausdrucksformen.
Theaterpädagogin / Theaterpädagoge
Vermittlung von Theatermethoden in Bildungs-, Sozial- oder Kulturkontexten.
Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen arbeiten mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen in schulischen, sozialen oder kulturellen Einrichtungen. Sie nutzen Methoden aus Improvisationstheater, Rollenspiel, chorischem Sprechen oder szenischem Spiel, um Prozesse der Selbsterfahrung, Teamentwicklung oder Persönlichkeitsbildung zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht nicht die Aufführung, sondern der kreative Prozess und die Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen.
▪ Theaterpädagogik verlangt ein hohes Maß an kommunikativer Sensibilität, kreative Flexibilität und die Fähigkeit, Gruppen sicher, wertschätzend und zugleich künstlerisch anspruchsvoll zu begleiten.
Schauspiellehrerin / Schauspiellehrer, Schauspielcoach
Didaktisch fundierte Weitergabe von Schauspieltechniken an Auszubildende oder Berufstätige.
Schauspiellehrerinnen und Schauspiellehrer unterrichten an Schauspielschulen, Universitäten oder im Einzelcoaching. Sie vermitteln handwerkliche Grundlagen wie Körper- und Stimmarbeit, Rollen- und Szenenanalyse, Improvisation, Kamera-Acting oder Auftrittscoaching. In der Arbeit mit Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern oder mit Profis begleiten sie individuelle Entwicklungsprozesse mit methodischer Klarheit und künstlerischer Intuition.
▪ Schauspielunterricht setzt pädagogische Kompetenz, hohe fachliche Expertise und die Fähigkeit voraus, künstlerische Prozesse verständlich, strukturiert und mit innerer Offenheit zu fördern.
Simulationsschauspielerin / Simulationsschauspieler in der medizinischen Ausbildung
Darstellung standardisierter Patientinnen- und Patientenrollen zur Schulung kommunikativer Kompetenzen im Gesundheitswesen.
Simulationsschauspielerinnen und Simulationsschauspieler kommen bei der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und Therapeutinnen und Therapeuten zum Einsatz. Sie übernehmen klar definierte Rollen, in denen sie Symptome, Gesprächsverläufe oder Verhaltensmuster authentisch darstellen. Nach dem Spiel geben sie strukturiertes Feedback, reflektieren die Wirkung des Gesprächs und helfen dabei, Kommunikationsprozesse zu verbessern.
▪ Diese Tätigkeit erfordert eine hohe Konzentrationsfähigkeit, psychologisches Einfühlungsvermögen, präzise Rollentechnik und professionelles Feedbackverhalten.
Mehrere Absolventinnen und Absolventen der Schauspielschule Krauss unterrichten selbst an renommierten Ausbildungsstätten: Regina Fritsch und Erni Mangold als Professorinnen am Max-Reinhardt-Seminar beziehungsweise am Mozarteum Salzburg, Karlheinz Hackl als Dozent an der Schauspielschule Krauss und Professor am Max-Reinhardt-Seminar. Auch Nicole Metzger unterrichtet an der Schauspielschule Krauss, während Doris Pascher mit Your Acting Coach ein eigenes Coaching-Format aufgebaut hat. Daneben sind zahlreiche weitere Absolventinnen und Absolventen in diesem Bereich aktiv.
Kreative Zusatzwege im künstlerischen Bereich
Regisseurin / Regisseur
Künstlerische und organisatorische Leitung von Theater-, Film- oder Fernsehproduktionen.
Regisseurinnen und Regisseure entwickeln eine künstlerische Vision für ein Projekt und setzen sie gemeinsam mit Ensemble, Ausstattung, Technik und Produktion um. Sie leiten Probenprozesse, interpretieren Texte oder Drehbücher, strukturieren Szenenfolgen und führen die Darstellerinnen und Darsteller zur bestmöglichen Wirkung. Schauspielerische Vorerfahrung hilft besonders dabei, Ausdruck, Dynamik und Ensemblearbeit professionell zu steuern.
▪ Regie verlangt konzeptionelle Klarheit, Teamführung, dramaturgisches Gespür und die Fähigkeit, in künstlerisch komplexen Prozessen orientierend und inspirierend zu wirken.
Dramaturgin / Dramaturg
Textarbeit, konzeptionelle Begleitung und inhaltliche Beratung in künstlerischen Produktionen.
Dramaturginnen und Dramaturgen analysieren Stücke oder Drehbücher, schreiben Bearbeitungen, entwickeln neue Fassungen oder begleiten den Probenprozess mit inhaltlicher Expertise. In Theatern verantworten sie Spielplangestaltung, Programmhefte, Publikumsformate und Diskursarbeit. Sie sind oft das Bindeglied zwischen Regie, Text, Ensemble und Öffentlichkeit und bringen dabei aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen in die künstlerische Arbeit ein.
▪ Dramaturgie setzt hohe Textkompetenz, analytisches Denken, dramaturgisches Feingefühl und einen weiten kulturellen Horizont voraus.
Autorin / Autor, Drehbuchautorin / Drehbuchautor
Verfassen von Theaterstücken, Drehbüchern, Hörspielen oder anderen literarischen Formaten.
Autorinnen, Autoren und Drehbuchschreibende entwickeln fiktionale, dokumentarische oder dramatische Texte für Bühne, Film, Fernsehen, Hörfunk und neue Medien. Schauspielerische Vorerfahrung ist oft ein großer Vorteil: Sie hilft dabei, lebendige Figuren zu gestalten, glaubwürdige Dialoge zu schreiben und dramaturgische Spannungsbögen zu verstehen. Viele nutzen ihr schauspielerisches Wissen, um eigene künstlerische Projekte zu entwickeln oder in kreativen Teams mitzuwirken.
▪ Autorenschaft braucht Kreativität, ein tiefes Verständnis für Dramaturgie, Charakterentwicklung und Sprache sowie die Fähigkeit, künstlerische Ideen eigenständig auszuarbeiten.
Casting-Direktorin / Casting-Direktor
Verantwortung für die Besetzung von Rollen in Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen.
Casting-Direktorinnen und Casting-Direktoren sichten Schauspielerinnen und Schauspieler, führen Vorgespräche, organisieren Castings und schlagen passende Besetzungen vor, im engen Austausch mit Regie und Produktion. Sie erkennen Talent ebenso wie Ensemblewirkungen, Rollenkonstellationen und Projektanforderungen. Schauspielerische Erfahrung hilft dabei, Spielfähigkeit, Wandlungsvermögen und Rollentiefe einzuschätzen.
▪ Casting lebt von Menschenkenntnis, Marktübersicht, kommunikativer Stärke und einem wachen Auge für künstlerisches Potenzial.
Theaterleitung / Intendanz
Künstlerische Gesamtverantwortung für Theaterbetriebe, Festivals oder freie Ensembles.
Theaterleiterinnen, Theaterleiter und Intendanzen gestalten den künstlerischen Kurs eines Hauses, entwickeln Spielpläne, verantworten Personalentscheidungen und prägen das Profil des Theaters. Sie arbeiten eng mit Regie, Dramaturgie, Technik und Administration zusammen und vertreten die Institution auch nach außen. Eine umfassende schauspielerische Ausbildung hilft dabei, ästhetische Entwicklungen zu verstehen, Ensembles sensibel zu führen und kreative Visionen glaubwürdig umzusetzen.
▪ Theaterleitung erfordert künstlerische Weitsicht, organisatorisches Geschick, Kommunikationsstärke und Führungsfähigkeit.
Musicaldarstellerin / Musicaldarsteller
Schauspiel, Gesang und Bewegung, vereint auf der Bühne.
Das Musical ist eine eigene Bühnenform mit hohen Anforderungen an Stimme, Bewegung und Präsenz. Wer sich in diesem Berufsfeld etablieren möchte, braucht in der Regel eine spezialisierte Ausbildung in Gesang und Tanz, zusätzlich zum darstellerischen Handwerk.
Die Schauspielausbildung bietet dafür eine solide Grundlage: Rollenarbeit, Ausdruckskraft, szenisches Spiel und Bühnenpräsenz sind auch im Musical essenziell. Manche unserer Absolventinnen und Absolventen bringen darüber hinaus das nötige musikalische Talent mit und treten als singende Darstellerinnen und Darsteller in Musicals auf, bei denen tänzerische Fähigkeiten nicht im Vordergrund stehen.
▪ Musical verlangt stimmliche Vielfalt, körperliche Präsenz und die Fähigkeit, Emotionen im gesprochenen wie im gesungenen Wort überzeugend zu transportieren, meist ergänzt durch tänzerisches Können.
Auch abseits der Bühne haben viele Absolventinnen und Absolventen der Schauspielschule Krauss eigene künstlerische Wege eingeschlagen. In der Regie sind etwa Karlheinz Hackl, Erni Mangold, Werner Sobotka und Grischka Voss tätig, ebenso wie Nina Blum, Thomas Gratzer, Gerald Pichowetz, Josef und Theresa Prammer sowie Matthias Straub und Karl Welunschek.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich die Bedeutung der Schauspielschule Krauss im Bereich der Theaterleitung. Zahlreiche Absolventinnen und Absolventen haben Theater gegründet, geleitet oder über viele Jahre geprägt. Matthias Straub ist Schauspieldirektor des Landestheaters Coburg in Deutschland. Gerald Pichowetz war langjähriger Direktor des Gloria Theaters Wien, seine Nachfolgerin Claudia Rohnefeld absolvierte ebenfalls ihre Ausbildung an der Schauspielschule Krauss. Das Rabenhof Theater Wien wurde von Karl Welunschek mitbegründet und viele Jahre künstlerisch geleitet. Heute steht mit Thomas Gratzer erneut ein Absolvent der Schauspielschule Krauss an der Spitze des Hauses. Josef und Theresa Prammer prägen als Intendanz die Komödienspiele Neulengbach, Ernst Kurt Weigel gründete das OFF-Theater Wien und leitete es viele Jahre lang. Nicole Metzger leitet gemeinsam mit einer Kollegin das Theater Spielraum, Stefan Moser die Komödie Graz, und Brigitta Waschnig sowie John F. Kutil verantworten gemeinsam die künstlerische Leitung des Theaters in der Kulturfabrik Helfenberg.
Wer diese Namen liest, erkennt schnell: Absolventinnen und Absolventen der Schauspielschule Krauss haben an diesen Häusern nicht nur gearbeitet. Sie haben sie gegründet, geleitet und über Jahre geprägt, und damit das Theaterleben in Österreich und darüber hinaus mitgestaltet.
In der Dramaturgie sind Nicole Metzger und Christian Kohlhofer tätig. Als Autorinnen, Autoren oder Drehbuchschreibende haben sich Uli Brée, Theresa Prammer und Konstanze Breitebner einen Namen gemacht. Im Musical zählen Marius Lackenbucher, Roman Kornfeld, Jakob Pinter, Rebecca Richter und Adriana Zartl zu den Absolventinnen und Absolventen der Schauspielschule Krauss. Auch in all diesen Bereichen sind zahlreiche weitere Absolventinnen und Absolventen aktiv.
Live- und Event-Formate
Event-Schauspielerin / Event-Schauspieler
Darstellung von Figuren bei Veranstaltungen, in Freizeitparks, Museen oder inszenierten Erlebnisformaten.
Event-Schauspielerinnen und Event-Schauspieler treten in thematisch gestalteten Live-Situationen auf: von historischen Inszenierungen über Stadtführungen bis zu Business-Events oder interaktiven Ausstellungen. Sie verkörpern Rollen, die oft in direkten Kontakt mit dem Publikum treten, sei es humorvoll, informativ, szenisch oder performativ. Die Arbeit findet selten auf einer klassischen Bühne statt, sondern in offenen, oft unvorhersehbaren Situationen, in denen Flexibilität und schnelles Reagieren gefragt sind.
▪ Event-Schauspiel setzt Wachheit, Improvisationstalent, Rollenbewusstsein und die Fähigkeit voraus, auf unterschiedlichste Zielgruppen professionell einzugehen.
Improv-Schauspielerin / Improv-Schauspieler
Schauspielerische Arbeit ohne festen Text, in spontanen Szenen oder Formaten.
Improv-Schauspielerinnen und Improv-Schauspieler treten in Improvisationstheater-Ensembles, Comedyshows oder freien Formaten auf, bei denen Szenen, Figuren und Dialoge aus dem Moment entstehen, oft in direktem Zusammenspiel mit dem Publikum. Dabei geht es nicht um spontane Albernheit, sondern um geübte, regelbasierte Improvisation mit hoher Präsenz, Präzision und Spielintelligenz. Viele Improvisationskünstlerinnen und -künstler arbeiten auch im Business- oder Bildungsbereich, etwa bei Kommunikationstrainings oder in der Teamentwicklung.
▪ Improvisation braucht Spiellust, Risikobereitschaft, Szenenverständnis und die Fähigkeit, in Sekunden dramaturgisch sinnvolle Entscheidungen zu treffen.
Immersionsschauspielerin / Immersionsschauspieler
Darstellende Tätigkeit in interaktiven Live-Formaten wie Escape Rooms, Krimidinnern oder immersivem Theater.
Immersionsschauspielerinnen und Immersionsschauspieler verkörpern Figuren, die in direktem Kontakt mit dem Publikum agieren, nicht auf einer Bühne, sondern mitten im Geschehen. Die Rollen entstehen oft in Settings, in denen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen: ein historischer Stadtspaziergang, ein interaktives Krimispiel, ein performativer Parcours oder ein immersiver Escape Room.
Im Zentrum steht dabei nicht allein das Schauspiel selbst, sondern auch die Fähigkeit, über lange Zeiträume in der Rolle zu bleiben, flexibel auf Publikumsreaktionen zu reagieren und die dramaturgische Spannung aufrechtzuerhalten, oft ohne vorhersehbaren Ablauf. Improvisation, schnelles Denken und emotionale Präsenz sind dabei essenziell.
Da viele Formate regelmäßig stattfinden oder an wechselnden Orten gespielt werden, können sich langfristige Engagements oder wiederkehrende Einsätze ergeben, oft auch in Kombination mit Konzeption, Anleitung oder Projektleitung.
▪ Immersionsschauspiel verbindet szenisches Handwerk mit Interaktion und Improvisation, für Spielerinnen und Spieler mit Lust auf Nähe, Flexibilität und Unvorhersehbarkeit.
Kabarettistin / Kabarettist
Solistische oder ensemblebasierte Bühnenarbeit mit künstlerischem Fokus auf Gesellschaftskritik, Humor und Sprache.
Kabarettistinnen und Kabarettisten entwickeln eigenständige Bühnenprogramme, in denen sie gesellschaftliche, politische oder alltägliche Themen auf satirische, ironische oder poetische Weise verarbeiten. Oft agieren sie als Kunstfigur oder mit bewusst gesetztem Alter Ego, das durch Sprache, Haltung und Pointierung eine persönliche Welt erschafft. Viele schreiben ihre Texte selbst, arbeiten musikalisch oder performativ und übernehmen sowohl Regie als auch Dramaturgie. Dabei werden Text, Stimme, Timing, Rhythmus und Interaktion mit dem Publikum gleichermaßen präzise ausgearbeitet.
▪ Kabarett verlangt Eigenständigkeit, ein feines Gespür für Sprache, Timing, dramaturgischen Aufbau und die Bereitschaft, Haltung zu zeigen.
Puppenspielerin / Puppenspieler, Figurenschauspiel
Darstellende Tätigkeit mit Puppen, Figuren oder Objekten als Ausdrucksmittel.
Puppenspielerinnen und Puppenspieler arbeiten mit unterschiedlichen Formen von Figuren, etwa Handpuppen, Klappmaulfiguren, Marionetten oder Objekten, und bringen sie durch Sprache, Bewegung und Spiel zum Leben. Sie erzählen Geschichten auf sinnliche, poetische oder humorvolle Weise, im klassischen Figurentheater, auf Festivals, in Kindertheatern oder in experimentellen Formaten. Das eigene Spiel tritt dabei zugunsten der Figur bewusst in den Hintergrund und verlangt hohe Präzision in Körperführung, Rhythmus und Stimme.
Puppenspiel ist ein anspruchsvolles darstellerisches Genre, das viele Fähigkeiten aus der Schauspielausbildung bündelt, ergänzt durch spezifische Techniken des Figurenspiels.
▪ Puppenspiel setzt motorische Feinabstimmung, stimmliche Vielfalt, erzählerische Kraft und die Fähigkeit voraus, einer Figur unabhängig vom eigenen Körper überzeugend Leben einzuhauchen.
Im Kabarett haben sich Uli Brée, Manuel Rubey, Dolores Schmidinger und Werner Sobotka einen Namen gemacht, ebenso wie Helmuth Frauenlob, Karlheinz Hackl, Olivier Lendl, Peter Lodynski, Angelika Niedetzky, Markus Tavakoli und Geza Terner. Im Improvisationstheater sind John F. Kutil, Angelika Niedetzky und Uli Brée aktiv. Zahlreiche weitere Absolventinnen und Absolventen sind in diesem Bereich tätig.
Spezialisierte Berufsfelder
Moderatorin / Moderator
Professionelle Präsentation von Veranstaltungen, Medienformaten oder digitalen Inhalten.
Moderatorinnen und Moderatoren führen durch Programme, präsentieren Inhalte, leiten Gespräche und stehen dabei in direkter Verbindung zum Publikum, sei es live auf der Bühne, vor der Kamera oder im Tonstudio. Je nach Format variieren Aufgaben und Anforderungen: Bühnenmoderation erfordert Live-Präsenz und Improvisation, Fernsehmoderation sicheres Spiel mit Teleprompter und Kamera, Radiomoderation ausschließlich stimmliche Ausdruckskraft. Allen Formaten gemeinsam ist die Fähigkeit, Inhalte verständlich und strukturiert zu vermitteln und gleichzeitig Nähe, Persönlichkeit und Authentizität auszustrahlen.
▪ Moderation erfordert sprachliche Präzision, Souveränität, Präsenz und die Fähigkeit, souverän mit Technik, Publikum und unerwarteten Situationen umzugehen.
Darstellerin / Darsteller in interaktiven Medien und Games
Schauspielerische Arbeit in digitalen Formaten, etwa für Motion Capture, Voice Acting oder immersive Szenarien.
In der Games- und Virtual-Reality-Branche kommen Schauspielerinnen und Schauspieler zunehmend zum Einsatz: als körperliche Vorlage für Motion-Capturing-Verfahren, als Sprecherinnen und Sprecher für Spielfiguren oder als Performerinnen und Performer in interaktiven Formaten. Die Arbeit unterscheidet sich stark von klassischen Bühnenformen, verlangt aber ebenso exakte Körperbeherrschung, emotionale Glaubwürdigkeit und spielerische Präsenz. Besonders bei Motion Capture werden Bewegungsabläufe oft in neutraler Umgebung aufgenommen, ohne Requisiten, Bühnenbild oder Kostüm.
▪ Dieser Beruf verlangt Konzentration, Vorstellungskraft, technisches Verständnis und ein hohes Maß an körperlicher und stimmlicher Kontrolle.
Trauerrednerin / Trauerredner mit schauspielerischem Hintergrund
Gestaltung und Durchführung individueller Abschiedszeremonien im nichtkirchlichen Kontext.
Trauerrednerinnen und Trauerredner begleiten Angehörige im Prozess der Verabschiedung und gestalten Zeremonien, die dem Leben der verstorbenen Person gerecht werden. Sie führen Vorgespräche, verfassen persönliche Reden, wählen Texte oder Musik aus und leiten die Feier würdevoll. Eine schauspielerische Ausbildung hilft dabei, Sprache mit Tiefe und Ruhe zu gestalten, Präsenz zu zeigen und empathisch zu sprechen, ohne Pathos. Gerade in emotional aufgeladenen Momenten kommt es auf Ausdruckskraft, Authentizität und Haltung an.
▪ Dieser Beruf braucht Würde, sprachliches Feingefühl, die Fähigkeit, Trauerprozesse sensibel zu begleiten, und mit Stimme und Präsenz Zuversicht zu vermitteln.
Als Moderatorinnen und Moderatoren sind Peter Rapp, Sandra Raunigg und Adriana Zartl bekannt, ebenso wie Peter Machac und Sonja Watzka. Als Trauerrednerin mit schauspielerischem Hintergrund ist außerdem Adriana Zartl tätig, gemeinsam mit Paul Stockmeyer und Erich Martin Wolf. Auch hier gibt es zahlreiche weitere Absolventinnen und Absolventen, die in diesem Bereich aktiv sind.
Schauspiel ist mehr als ein Beruf
Eine Schauspielausbildung ist mehr als die Vorbereitung auf einen einzigen Beruf: Sie ist der Schlüssel zu vielen Wegen.
Wer professionell ausgebildet ist, kann auf der Bühne ebenso überzeugen wie vor der Kamera, im Tonstudio, in der Lehre oder in kreativen Projekten aller Art.
Dabei geht es um Technik und Ausdruck ebenso wie um Persönlichkeitsentwicklung.
Viele unserer Absolventinnen und Absolventen sagen rückblickend, dass die Zeit an der Schauspielschule die schönste ihres Lebens war, weil sie dort das Handwerk gelernt, sich selbst entdeckt und Freundschaften fürs Leben geschlossen haben.
An der Schauspielschule Krauss begleiten wir dich auf deinem Weg, mit persönlicher Förderung, handwerklicher Tiefe und einem klaren Blick für deine individuelle Entwicklung.
Wir vermitteln dir das schauspielerische Handwerk und begleiten dich dabei, deinen eigenen künstlerischen Weg zu finden. Denn unser Ziel ist nicht, uniforme Bühnenmenschen auszubilden, sondern eigenständige Persönlichkeiten, die ihren Platz im Beruf finden.
Mit einem staatlich anerkannten Diplom in der Hand sowie einem geschärften Gefühl für deine künstlerische Identität kannst du deinen eigenen Weg gehen.
Wir lehren das Fundament für den Schauspielberuf und ermutigen dich, daraus etwas Eigenes zu machen: auf, hinter oder neben der Bühne.